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Impérialisme français en Allemagne

1987

A. Duvivier (Forest), Cocardisme français, LB 15/06/1987

 

Il fallait voir l’autre jour la touchante indignation du présentateur d’une chaîne de télévision française.  Figurez-vous qu’un hebdomadaire allemand s’était permis d’éditer un article dans lequel la France se faisait passablement étriller.  Quelle mouche a donc piqué notre confrère d’outre-Rhin, s’exclamait-il candidement.

Saturés des incessants cocoricos que leur prodiguent leurs présentateurs cocardiers sinon en mal de popularité, combien reste-t-il de Français qui ne soient convaincus que leur pays est le nombril du monde ? Combien en est-il qui se rendent compte que les coups de patte, les sarcasmes et les moqueries humiliantes qu’ils distribuent à la ronde sont en train de créer le vide autour de l’Hexagone ?

Il fut un temps où la vanité viscérale des Français faisait sourire.  Aujourd’hui, elle en est au point d’agacer et d’atteindre la limite du supportable.  Et voilà la mouche qui a piqué le rédacteur du Spiegel.  Signalons en passant que Spiegel signifie miroir.  Voilà l’occasion ou jamais pour nos amis français de s’y regarder « une fois».

 

2000s

10. Ein Land wird geboren

10. Ein Land wird geboren

Die Franzosen sind wieder da. Es gibt mal wieder Ärger. Und die Saarländer zeigen Flagge – leider die falsche …

Rüstungswahn und Nationalismus stürzen Europa in den ersten Weltkrieg, Deutschland mit Überfällen auf seine Nachbarn vorneweg. Auch viele junge Saarländer melden sich in nationaler Begeisterung freiwillig an die Front. Darunter auch ein gewisser Johannes Hoffmann, von dem wir später noch hören sollen.

Ein Kriegsteilnehmer nach dem anderen fängt an die Haager Landkriegsordnung zu ignorieren, den letzten Überrest Zivilisation. Moderne Waffentechnik wie Panzer, U-Boote und Flugzeuge, Maschinengewehre und Giftgas fordern 10 Millionen Tote und lassen im Nachhinein das Gemetzel von 1870 (vgl. Folge 9) als Kindergeburtstag erscheinen. Nach 4 mörderischen Kriegsjahren hat Deutschland den übermächtigen alliierten Truppen nichts mehr entgegenzusetzen und kapituliert.

Die Herzen der Saarländer

Sollen die Saarländer zukünftig so aussehen?
Naja, Stangenweißbrot essen sie ja schon. Rotwein ist auch OK. Aber diese komischen Mützen? Näää …

Im Friedensvertrag von Versailles werden wieder einmal neue Grenzlinien gezogen. Bei dieser Gelegenheit möchte sich Frankreich das Saarland flugs unter den Nagel reißen. Doch US-Präsident Wilson verkündet die neueste Maxime, die da lautet „Selbstbestimmungsrecht der Völker“. Die Saarländer haben also in einer Volksabstimmung die einmalige Chance, selbst zu entscheiden, zu welchem Land sie gehören wollen. Doch bis es soweit ist, darf Frankreich die Kohlengruben des Saarlandes 15 Jahre lang ausbeuten (als Entschädigung für die Zerstörungen durch die deutsche Armee). Verwaltet wird das Land in dieser Zeit von einer Regierungskommission des Völkerbundes (eine Art Vorläufer der UNO), unter dem Vorsitz Frankreichs. 15 Jahre Zeit also für Frankreich „die Herzen der Saarländer zu gewinnen“.

Dieser Vertrag von Versailles gilt als die eigentliche Geburtsstunde des Saarlandes. Es taucht 1920 zum ersten Mal in ungefähr der Form, wie wir es heute kennen, auf der Landkarte auf.

Während also im übrigen Deutschen Reich (von den Saarländern ab jetzt kurz „es Reich“ genannt) erstmalig Demokratie und Freiheit einkehren, haben es die Saarländer wieder einmal mit neuen Herren zu tun.

Die Franzosen belassen es nicht bei der Ausbeutung der Kohlengruben, sondern kaufen sich in die Stahlwerke ein, gliedern das Saarland in den französischen Wirtschaftsraum ein und führen schließlich den französischen Franc als alleiniges Zahlungsmittel ein. Letzteres bekommt den Saarländern gar nicht so schlecht, erweist sich doch das Franzosengeld als deutlich stabiler als die deutsche Mark.

Franzosen gegen Saarländer

Die Strategie Frankreichs, die Volksabstimmung zu gewinnen, ist, aus den Saarländern Franzosen zu machen (in der Fantasie des französischen Ministerpräsidenten Clemenceau leben im Saarland ohnehin bereits 150 000 „Saarfranzosen“). Frankophile Vereinigungen und Zeitungen werden großzügig unterstützt. Zwangsweise werden französische Schulen eingeführt. Die gesamte Verwaltung wird mit französischen Beamten besetzt, die oft kein deutsch können. Auch der saarländische Regierungschef Victor Rault ist der deutschen Sprache nicht mächtig.

Doch die Französisierungsmaßnahmen haben genau den gegenteiligen Effekt: die Saarländer wehren sich durch Streiks – die Regierungskommission antwortet mit dem Kriegsrecht. Und die älteren Saarländer haben ein Deja vu (vgl. Folge 7 „Adieu Sarre-libre!“).

Bevor es zur Eskalation kommt, schalten sich die übrigen Völkerbundsmitglieder ein und ermahnen die Regierungskomission grundlegende Freiheitsrechte einzuhalten. Die Saarländer bekommen daraufhin sogar ein frei gewähltes Parlament spendiert, das jedoch einen kleinen Schönheitsfehler hat: Es hat überhaupt nichts zu sagen.

Die Lieblingsparteien der Saarländer

Nichtsdestotrotz gewährt es schon mal einen Einblick, wie die Saarländer politisch so ticken: Ganz im Gegensatz zu anderen Industrierevieren wählen die Saarländer mehrheitlich die katholische Zentrumspartei, während Sozialdemokraten, Kommunisten und die Liberalen eine untergeordnete und die Nationalsozialisten überhaupt keine Rolle spielen. Letztere tauchen erst 1932 mit mageren 6,7% im Parlament auf, während sie in dieser Zeit im „Reich“ bereits Wahltriumphe feiern können.

So ist’s brav:
Flagge des demokratischen Deutschland („Weimarer Republik”)

So nicht:
Flagge des deutschen Kaiserreichs von 1871

Die Saarländer zeigen Flagge – nur leider die falsche …

Zur bewusst pro-deutschen (und damit anti-französischen) Demonstration wird – organisiert von den saarländischen Vereinen – 1925 die „Rheinische Jahrtausendfeier“ inszeniert. Sie soll an den Anschluss Lotharingiens (also auch der „Rheinlande“) zu Deutschland erinnern – ein heute vollkommen in Vergessenheit geratenes Ereignis (vgl. Folge 2: „Ein Land dazwischen“). Im ganzen Land werden Freudenfeuer entzündet und Fahnen geschwenkt – allerdings zumeist das Schwarz-Weiß-Rot des Kaiserreiches und nicht das Schwarz-Rot-Gold des demokratischen Deutschlands. In Frankreich ist die Message jedenfalls angekommen: „Die Partie war schön. Wir haben sie verpfuscht.“ „Le Plébiscite est fait – die Abstimmung ist gelaufen“

Die „Herz-Gewinnungs“-Aktionen Frankreichs sind also grandios gescheitert und für die Saarländer – gleich welcher politischen Richtung sie zugeneigt sind – ist demnach vollkommen klar, dass sie sich bei der anstehenden Volksabstimmung für den Anschluss an Deutschland entscheiden werden …

… bis zum 30. Januar 1933 …

 

2007

50. Geburtstag des Saarlands -, in: LW 30/12/2007

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bekam das Saarland zwar eine begrenzte Autonomie, wirtschaftlich war die Kohle- und Stahlregion aber stark an Frankreich angebunden. (…)

Nach der Abstimmung am 23. Oktober 1955, als 67,7 % der Wählenden das Statut ablehnten, wurde Saarland am 1, januar 1957 schliesslich das 10. Bundesland.

 

2007

Airbus / Kayhan Özgenc, Matthias Kietzmann, “Denen trauen wir jede Schweinerei zu”, in: Focus 9/2007, S.46-49

 

 Dann kam der Moment, als die Stimmung kippte. Nach dem Sparprogramm präsentierte Gallois sein Konzept für das Langstreckenflugzeug A350, das ab 2013 abheben soll. Die Standortverteilung schockierte die deutschen Vertreter: Cockpit und Rumpf inklusive Elektronik nach Frankreich, Höhen– und Seitenleitwerk nach Spanien, Flûgel nach GroBbritannien. ,,Für die deutschen Werke wäre nur der Einbau der Sitze und Toiletten übrig geblieben », berichtet ein Teilnehmer.

 

Auch das Nachfolgemodell des A320, bei dem ebenfalls die neue CFK-Bauweise vorgesehen ist, landet wohl in der Hansestadt. Auf die mündliche Zusage aus der Airbus-Zentrale in Toulouse wollen sien die Deutschen aber nicht verlassen und verlangen eine rechtsverbindliche Vereinbarung. ,,Angesichts der Vorfälle der vergangenen Tage », so ein EADS-Manager, ,,trauen wir den Franzosen jede Schweinerei zu. «